Berlin. Die Stadt der unzähligen Möglichkeiten, der Vielfalt – und natürlich: der Demokratie. Am Freitag, dem
24.04.2026, brach unser Leistungskurs Geschichte des Jahrgangs 11 in die Bundeshauptstadt auf, um für zwei Tage ein
vielfältiges Programm zu erleben. Gemeinsam mit unserem Tutor Herrn Dr. Beck saßen wir schon in den frühen
Morgenstunden nach überwundener Müdigkeit bestens gelaunt und voller Vorfreude in der Bahn.
Der erste Programmpunkt wartete direkt nach Ausstieg aus dem Zug auf uns: der Besuch unseres Bundestags. Doch
schon das Hereinkommen erwies sich als Herausforderung, denn so manche Stimmgabel erschien den
Sicherheitskontrolleuren als äußerst bedenklich. Nach überstandener Sicherheitskontrolle konnten wir die Atmosphäre
unseres Bundestags jedoch endlich auf uns wirken lassen – alte Gemäuer, Glasfassaden und das geschäftige Treiben der
Politiker. Während wir darauf warteten, einer Plenarsitzung beiwohnen zu dürfen, erfreuten wir uns daran, die sonst nur
aus den Nachrichten bekannten Personen aus der Nähe bei ihrer Arbeit beobachten zu können. Doch auch die
Plenardebatte verlief höchst spannend: Anfangs wurden wir noch gewarnt, keinesfalls einzuschlafen, sonst würden die
Sicherheitsbeamten uns wecken, doch bei der hitzigen Debatte war an Schlaf kaum zu denken, viel zu dramatisch verlief
manch verbaler Schlagabtausch zwischen den verschiedenen Parteimitgliedern.
Eine Stunde später trafen wir uns dann mit Carsten Körber, unserem Zwickauer Bundestagsabgeordneten, der uns von
seinem politischen Werdegang und Abgeordnetenalltag berichtete und uns so interessante Einblicke in die Arbeit
unserer Volksvertreter gewährte.
Neben dem Genuss der wunderschönen Aussicht aus der Glaskuppel auf dem Reichstagsgebäude auf die Stadt, kam
auch eine Stärkung im Besucher-Café im Paul-Löbe-Haus nicht zu kurz, bevor wir dann in Kleingruppen ausschwärmten
und Berlins verschiedenste Seiten erkundeten: Während manche die Mauer und die East-Side-Gallery bestaunten,
entdeckten andere unzählige Füchse, Hasen und Spechte im Berliner Tiergarten oder entspannten auf dem Holzmarkt
nahe der Spree, wo Streetfood, Schmuckverkauf und eine Drag-Show ineinander übergingen, und ließen so den ersten
eindrucksreichen Tag gemeinsam ausklingen.
Am Samstag ging es dann auf die Museumsinsel, und schon auf dem Weg dorthin berichtete Herr Dr. Beck anschaulich
von der langen ambivalenten Geschichte des Berliner Stadtschlosses, dessen historisch-politische Bedeutung uns auch
durch unsere Führung vor Ort eindrucksvoll verbildlicht wurde; so konnten wir sowohl jahrhundertealte Steine mit
Fußabdrücken der damaligen Bauarbeiter entdecken als auch preußische Machtsymboliken an der Schlossfassade
dechiffrieren.
Auf der Rückfahrt tauschten wir letztendlich unzählige Fotos aus, futterten noch einige Snacks, manchen fielen sogar
die Augen zu – und so endeten zwei höchst intensive, spannende und eindrucksvolle Tage, die in uns allen bleibende
Erinnerungen hinterlassen haben.
Text Lilit Lauckner, JGST 11


