Inhalte der Ausbildung
Die vertieft musische Ausbildung richtet sich an musikalisch vorgebildete, interessierte Schüler. Sie entwickeln und erweitern ihre musizierpraktischen Fähigkeiten im Ensemble und als Solisten und präsentieren öffentlich die Ergebnisse ihrer künstlerischen Arbeit bei Vorspielen, Konzerten, Wettbewerben und anderen Projekten.
Bei der Vorbereitung erwerben sie besondere Kompetenzen hinsichtlich Zeitmanagement, Teamfähigkeit und Selbstständigkeit. Sie erleben die Wirkung des musikalischen Könnens als Bereicherung ihres Lebens und entdecken die identitätsstiftende Funktion von Musik in der Gesellschaft.
Das Gymnasium mit vertiefter Ausbildung entspricht in seiner Struktur grundsätzlich dem allgemeinbildenden Gymnasium und führt nach Absolvierung der gleichen zentralen Prüfungen zur allgemeinen Hochschulreife.
Die Belegung einer Ensembleleistung ist von Klasse 5-12 bindend und kann im Chor des Gymnasiums oder wahlweise ab Klasse 8 im Jugendsinfonieorchester des Robert-Schumann-Konservatoriums erfolgen. Die enge Kooperation mit dem Konservatorium gewährleistet ein hohes Ausbildungsniveau in Instrumentalfächern.
Die Förderung musikalischer Begabungen sowie eine musiktheoretische und musikgeschichtliche Ausbildung kann auch die Grundlage für eine Aufnahmeprüfung an einer Musikhochschule sein.
Wohnheimplätze für nicht ortsansässige Schüler stehen zur Verfügung. Informationen dazu erhalten Sie unter >INTERNAT< auf der Seite des Robert Schumann Konservatoriums Zwickau. http://www.rsk-zwickau.de/

Der Kinderchor wird von allen Kindern der vertieft musischen Ausbildung der Klassen 5-7 gebildet und singt vorwiegend zwei- bis dreistimmig.
Unsere jüngsten Sänger lernen erstmals, in einem größeren Ensemble miteinander zu musizieren. Neben der altersgerechten Vermittlung einer gesunden Stimm- und Sprechtechnik und dem lebendigen Zugang zu verschiedenen Stilistiken und Kulturen steht das Zusammengehörigkeitsgefühl der Chorgemeinschaft im Vordergrund des Probenalltags.
Erste Auftrittsmöglichkeiten in jedem Schuljahr sind traditionell die Herbstmusik und die Weihnachtskonzerte des Gymnasiums. Erarbeitet werden dafür mehrstimmige Satzgesänge vom Volkslied bis zur Filmmusik. Neben dem Training des a-cappella-Gesangs erhalten die Chormitglieder regelmäßig die Möglichkeit, in chorsinfonischen Projekten mit einem Sinfonieorchester zu musizieren. Die arbeitsintensivste Phase bildet dabei die alljährliche Kinderchor-Probenwoche zu Beginn des Schuljahrs.
In Kooperation mit der Vogtland-Philharmonie Greiz-Reichenbach konnten unsere jüngsten Sänger bereits mehrfach beim Kinderkonzert „Movie Hits for Kids“ ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen.
Geleitet wird der Kinderchor von Florian Kirchner und Ludwig Meyer. Geprobt wird 90 Minuten wöchentlich.


Der Jugendchor des Clara-Wieck-Gymnasiums Zwickau blickt auf eine mehr als dreißigjährige Tradition zurück. Er erhielt Einladungen zu Musikfestivals und Rundfunkproduktionen und gewann zahlreiche Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben – zuletzt einen 2. Preis beim Internationalen Chorwettbewerb im April 2024 in Verona. Der Chor besteht aktuell aus Sängerinnen und Sängern der Klassen- und Jahrgangsstufen 8-12.
A-Cappella-Satzgesang unterschiedlichster Epochen, große sinfonische Chorwerke sowie anspruchsvolle Arrangements aus Jazz, Rock und Pop gehören zum regulären Ausbildungsinhalt des Chorunterrichts. Kooperationsprojekte mit dem Robert-Schumann-Konservatorium Zwickau, der Hochschule für Musik Dresden, der Vogtland-Philharmonie Greiz-Reichenbach und den Clara-Schumann-Philharmonikern des Theaters Plauen-Zwickau bieten dem Chor eine gute Möglichkeit für Proben- und Auftrittserfahrungen im professionellen Rahmen. So eröffnete der Jugendchor im Oktober 2025 in einer Kooperation mit dem „Ensemble 1684“ unter der Leitung von Gregor Meyer das Heinrich-Schütz-Musikfest.
Alle Sänger erhalten neben dem Chorunterricht auch Unterricht in Gehörbildung, Musiktheorie und Musikgeschichte. Das Spielen eines Instruments gehört ebenfalls zum Pflichtkanon der musisch vertieften Ausbildung. Um sich für solistische Aufgaben vorzubereiten und ihre stimmliche Disposition zu optimieren, erhalten alle Chormitglieder zusätzlich eine individuelle Gesangsausbildung. Geprobt wird 135 Minuten wöchentlich.
Simon Voigtländer und Jördis Urban-Doetz leiten gemeinsam den Jugendchor.

„…das Instrument wird durch seinen Spieler verkörpert – ein einmaliges Phänomen.“ Gerhard Faulstrich in „Singen lehren – Singen lernen“ Grundlagen für die Praxis des Gesangsunterrichtes, Augsburg 1998
Singen ist die älteste und schönste Ausdrucksform des Menschen. Sie vereint Körper, Geist und Seele gleichermaßen. Die Stimmbildung hat dabei nicht nur die Ausbildung einer gesunden, tragfähigen Gesangsstimme zum Ziel, sondern der Unterricht fördert zudem das Entdecken der eigenen Persönlichkeit und macht mögliche individuelle Grenzen überwindbar.
Ein Ausbildungsschwerpunkt innerhalb der vertieft musischen Ausbildung ist das Fach Gesang/Stimmbildung.
Ab Klasse 8 werden den Schülern in kleinen Ensembles, im Duo- oder Einzelunterricht folgende Grundlagen vermittelt:
- Ausbildung einer flexiblen Stimmfunktion durch Optimierung der Körperhaltung und Körperbewegung
- Atem- und Artikulationstraining
- genreübergreifende Gesangsstilistik
- Sprecherziehung
- Anwendung der erlernten Parameter in Literatur aller Epochen und Stile
- Auftrittstraining
Ab Jahrgangsstufe 11 kann innerhalb des Musik-Leistungskurses das Fach Stimmbildung ein Instrument ersetzen und als praktisches Hauptfach fungieren. Dadurch ergibt sich automatisch die Einwahl als Prüfungsfach im fachpraktischen Teil des Musik-Abiturs.
Die Schüler lernen, die durch Proben und Konzerte erhöhte stimmliche Belastung gesangstechnisch auszugleichen. Die Umsetzung dieser Grundlagen in altersgerechter Gesangsliteratur steht außerdem im Mittelpunkt des Unterrichts. Die stimmliche Entwicklung jedes Schülers wird durch regelmäßige Leistungsüberprüfungen dokumentiert.
Das Fach Stimmbildung unterrichten Ludwig Meyer, Jördis Urban-Doetz und Simon Voigtländer.
Das Klavier gilt traditionell als das Universalinstrument. So gehört das Erlernen des Klavierspiels zur Grundlage einer fundierten Musikausbildung.
Alle Schüler der vertieft musischen Ausbildung erhalten ab Klasse 9 Klavierunterricht als Pflichtfach. Der Unterricht erfolgt überwiegend im Einzelunterricht, selten auch im Gruppenunterricht.
Erarbeitet werden die technischen Grundlagen und Literatur aller Epochen und Stilistiken, vom Barock bis zur Moderne des 20./21. Jahrhunderts. Neben dem solistischen Spiel wird auch vierhändig musiziert und es werden Begleitungen für Lieder, andere Instrumente, Ensembles und Chöre erarbeitet. Inhalte aus dem Musikgeschichts- und Musiktheorieunterricht finden ebenfalls Anwendung und bilden damit auch eine Basis für die schriftliche Abiturprüfung.
Jährlich findet in jeder Klassenstufe ein bewertetes Vorspiel statt. Das Fach Klavier kann ganz oder teilweise als fachpraktische Prüfung Musik in das Abitur eingebracht werden.
In den öffentlichen Musizierstunden sowie bei Chorkonzerten können die Schüler Auftrittserfahrungen sammeln. Diese sind unverzichtbar für die Reflexion der eigenen künstlerischen Leistung, fördern das allgemeine Selbstbewusstsein und tragen wesentlich zur allgemeinen emotionalen Bildung bei.
Klavierunterricht wird erteilt von Simon Voigtländer, Ludwig Meyer und Florian Kirchner.
Schwerpunkte in Klassenstufe 11&12:
- Bewegungslehre und Schlagtechnik
- Musikalische Formen von Chormusik
- Probenmethodik
- Choraufstellungen
- Chorpartiturspiel
- Grundlagen des gestalterischen Dirigierens
- Chorische Stimmbildung
- Chorarbeit ohne Noten
- Groove im Chor
- Stilkunde der Popularmusik
- Komponieren eines Kanons/Loop-Songs
„Für die Aufnahme in Klassen mit vertiefter Ausbildung wird zusätzlich zu den allgemeinen Aufnahmebedingungen die erfolgreiche Teilnahme an einem besonderen Aufnahmeverfahren vorausgesetzt, bei dem die Eignung und Begabung der Bewerber für die jeweilige vertiefte Ausbildung festgestellt werden.“ (§ 4 Abs. 3 Satz 1 SOGYA)
Inhalte des Aufnahmeverfahrens sind:
- Musiktheorie
- Stimmbildung
- freiwilliges instrumentales Vorspiel
