Anregende Erinnerungsstücke auch für Gäste

Vernissage 1

„Alle Exponate gut zu positionieren, vor allem aber die vielen Räume mit den Installationen um- und auszugestalten, war wie jedes Jahr ein Wettlauf mit der Zeit“, freute sich nicht nur die betreuende Kunsterzieherin Antje Hain über eine gelungene Vernissage. Denn auch in den Gesichtern der Teilnehmer des ausstellenden Leistungskurses Kunst Klasse 12 war beim im Anschluss der Eröffnungs-Performance von ihnen geführten Inaugenscheinnahme einiger Werke zurecht der Stolz über Geleistetes abzulesen. „Alles war pünktlich fertig, lief wie vorgenommen ab, hatte eine tolle Resonanz – ein absoluter Erfolg“, zeigte sich Hain von „ihren Schützlingen“ und dem Abend Resümee ziehend begeistert.

Erneut reichte die Zahl der im Vorjahr bereits aufgestockten und für dieses Mal bereitgestellten Sitzplätze nicht aus, verzeichnete die 2016er Vernissage einen neuen Besucher-Rekord. Das diesjährige Thema lautete für die Schülerinnen und Schüler, „Erinnerungsstücke“ nicht nur vielfältig kreativ, sondern vor allem betrachterwirksam umzusetzen. In der eröffnenden Performance präsentierte der Leistungskurs einen gelungenen Mix aus Jazz-Musik und Tanz. Dabei erinnerte er an eine gemeinsame Exkursion nach Paris, die sich auch im sich anschließenden Rundgang in einigen grafischen Werken, Süskinds Roman „Das Parfüm“ aufgreifend, nochmals wiederfand.

Vernissage 2

In den Fluren der Flügel A, B und C waren Proben des zeichnerischen und gestalterischen Könnens der Kursteilnehmer zu sehen, außerdem Plastiken und die vom Publikum mit großem Interesse aufgenommenen Installationen. Letztere faszinierten die staunende Menge insbesondere durch deren ideenreiche Umsetzungen. Das sich in seinen vielen Fassetten darstellende Motiv „Kindheit und Jugend” konnte betrachtet und nachempfunden werden. So zeigte eine Inszenierung, dass viele Menschen keine Erinnerungen an ihre Kindheit besitzen, weil sie aus ihrer Heimat fliehen mussten oder diese zerstört wurde. Weitere unterlegten ihre Erinnerungen mit drapierten eigenen alten Kleidungsstücken, dem ausgeübten Hobby wie das Reiten oder einer nachempfundenen Zeitmaschine. Dabei standen die Initiatoren bereit, um den Gästen ihre Gedanken und Herangehensweisen zu verdeutlichen und zu erklären.

Vernissage 3

Vernissage 4

 

 

 

 

 

 

 

Es sei schwer, Vergleiche zwischen den Vernissagen vergangener Jahre und dieser zu ziehen, war von den „Stammgästen“ einiger CWG-Vernissagen zu hören. Die „grafischen Sachen“ seien möglicherweise „einen Zacken ausdrucksstärker und handwerklich besser“, ließ sich ein „Damen-Quartett“ zu „Kritik auf hohem Niveau“ verleiten. Wesentlich leichter fiel dagegen allen Anwesenden beim abschließenden liebevoll gestalteten Büfett das Gesamturteil: „Auf ein nächstes Mal 2017! Dann heißt es wieder: Wirklich großes Können von kleinen (jungen) Künstlern erleben und betrachten!“                red