Kategorie: Kunst & Musik

  • „Summertime“ – Sommerkonzert des Clara-Wieck-Gymnasiums

    „Summertime“ – Sommerkonzert des Clara-Wieck-Gymnasiums

    Am 10. Juni 2026 verwandelte sich die Lukaskirche in Zwickau-Planitz in einen Konzertsaal voller musikalischer Vielfalt. Unter dem Motto „Summertime“ präsentierten die Chöre des Clara-Wieck-Gymnasiums gemeinsam mit Instrumentalistinnen und Instrumentalisten der Musikschule Döbeln ein abwechslungsreiches Sommerkonzert, das die zahlreichen Besucherinnen und Besucher begeisterte.

    Den Auftakt bildeten solistische und kammermusikalische Beiträge, darunter Hans Sitts Albumblatt op. 39 Nr. 1 mit Lorna Schubert (Viola) und Lucas Malik (Klavier). Eindrucksvoll zeigte sich auch die stilistische Bandbreite des Programms: Von geistlicher Chormusik wie Heinrich Schütz’ Jauchzet dem Herrn über den ungarischen Chorklassiker Szellö Zúg bis hin zu modernen Arrangements wie I Will Sing Halleluja und I’ve Been in the Storm So Long spannten die Mitwirkenden einen weiten musikalischen Bogen.

    Besondere Akzente setzten die Instrumentalsolistinnen und -solisten. Julian-Jakob Wittstock überzeugte sowohl an der Orgel mit einem Satz aus der 4. Orgelsonate von Alexandre Guilmant als auch mit seiner eigenen Komposition Aber in jenen Tagen. Daniel Rietdorf (Bariton) und Tobias Gruner (Klavier) gestalteten ein eindrucksvolles Werk von Felix Mendelssohn Bartholdy. Mit Tony Anns Klavierstück Awakening sorgte Julian Kaiser für einen weiteren musikalischen Höhepunkt.

    Im zweiten Teil des Konzerts rückte das sommerliche Motto noch stärker in den Mittelpunkt. Das Blockflötenensemble der Musikschule Döbeln begeisterte mit Arrangements bekannter Werke wie Comptine d’un autre été und The Entertainer.

    Auch die Chöre des Clara-Wieck-Gymnasiums präsentierten sich hervorragend. Von dem beschwingten Sommertag über das moderne Apple Tree bis hin zu Clara Schumanns Vorwärts zeigten die jungen Sängerinnen und Sänger ihr Können und ihre musikalische Ausdruckskraft. Jazz- und Musicalklänge brachten anschließend Schwung in die Kirche: Mit Summertime und I Got Rhythm überzeugte der Jugendchor und sorgte für mitreißende Konzertmomente. Auch der Kinderchor zeigte dem Publikum mit den Stücken Vois sur ton chemin und Zusammen sind wir stark noch einmal die Gemeinschaft und Freude am gemeinsamen Musizieren.

    Ein herzlicher Dank gilt allen Mitwirkenden. Das Sommerkonzert 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, wie vielfältig, lebendig und verbindend Musik an unserer Schule sein kann. Wir freuen uns bereits auf die nächsten musikalischen Höhepunkte.

    Eure Musikfachschaft

  • Achtklässler gestalten Kostüme für das Kinder- und Jugendkonzert 2026

    Achtklässler gestalten Kostüme für das Kinder- und Jugendkonzert 2026

    Schumann Open: Frei geträumt

    Im Januar 2026 erhielten die Schüler- und Schülerinnen der 8. Klassen einen ungewöhnlichen Auftrag vom JUPZ, der Jugendsparte unseres Theaters. Die Theaterpädagoginnen Steffi Liedtke und Theresa Weidhas wollten Robert Schumanns Musik als Inspiration für junge Menschen und ihre Träume aufgreifen. Gemeinsam mit jugendlichen Schauspielern/-innen des Diesterweg- Gymnasiums sollte ein Konzert mit Szenen über Freiheit, Zweifel und die große Frage, wie wir leben und träumen, entwickelt werden. Wir wurden angefragt, ob wir für die Spielszenen Kostüme gestalten.

    Also hatten wir einen echten Designauftrag mit Vorgaben und einer Deadline bis Ostern. Am 22. April würde die Premiere im Gewandhaus sein und bis dahin nur acht Unterrichtsstunden Zeit. In jeder 8. Klasse wurde je ein Kostüm für die fünf Charaktere „Blackbird“, „Träumer/in“, „Punker/in“, „Hiphopper/in“ und „Emo“ entwickelt. Das jeweils beste Kostüm würde auf der Bühne getragen werden und alle anderen im Theater in einer Ausstellung zu sehen sein.

    Wie in jedem Designauftrag gibt es bestimmte Vorgaben: Jede Figur erhielt eine Grundfarbe und sollte aus einem weißen Arbeitskittel gestaltet werden, dieser durfte zerschnitten, neu zusammengesetzt, beklebt oder bemalt werden. Das schränkte zwar die Kreativität etwas ein, ersparte uns aber eine Menge Zeit.  

    Die Herausforderung wurde angenommen, denn hier ging es um mehr, als nur um eine Note im Fach Kunst. Von nun an hieß es Teamarbeit: Von der ersten Skizze bis zur Umsetzung wurde alles gemeinsam entwickelt. Nach einer Ideensammlung auf dem Moodboard ging es direkt los! In den kommenden Wochen wuchsen alle über sich hinaus: es mussten Ideen sowie Lösungswege im Team entwickelt, ausgehandelt und Konflikte gelöst werden. Beim Kostümbau geht es nicht um die perfekte Verarbeitung, trotzdem muss die Kleidung tragbar sein und jede Bewegung mitmachen. Aus dem einen Mantel werden Kurzjacke und Rock -aus dem anderen eine Weste; hier wird ein Pullover wird zerschnitten und eine Kapuze verwendet, da wird aus einer Gardine ein Spitzenkragen oder aus einem Basecap ein Zylinder.  Was nicht genäht werden konnte, wurde geklebt oder getackert. Aber schaut selbst: Entstanden sind tolle und individuelle Designs. Ihr könnt sehr stolz auf euch sein!

    Danke an alle Beteiligten!

    Sandra Hempel und Katrin Adolphs    

  • Kinderchorreise nach Leipzig

    Kinderchorreise nach Leipzig

    Am 2. Juni 2026 ging es für den Kinderchor des Clara-Wieck-Gymnasiums nach Leipzig. Dort war ein Konzert mit den Chören der Marie-Curie-Schule geplant. Schon lange davor freuten wir uns darauf. Aber bevor sich alle rund 50 Kinder in den Bus drängten, wurde natürlich nach Freunden Ausschau gehalten und bereits viele Fotos gemacht. Im Bus waren alle ganz aufgeregt: schließlich stand am Abend ein Konzert mit noch fremden Chören auf dem Programm. Ob wir wohl gut zusammen klingen würden? Vor dem Konzert hatten wir die Möglichkeit, uns die Stadt Leipzig näher anzuschauen. Herr Kirchner, einer unserer Chorleiter, war dabei unser Stadtführer. Im Anschluss konnten wir die Stadt noch auf eigene Faust ein wenig erkunden. Die von Herrn Kirchner empfohlene Eisdiele wurde dabei ausgiebig getestet und für gut befunden. Dann ging es für alle Kinder unseres Kinderchors ins Grassi-Museum. Wir lernten viel Neues über alte Instrumente und auch den Instrumentenbau. Schnell war die freie Zeit um und wir fuhren mit dem Bus zur Marie-Curie-Schule. Dort lernten wir die Leipziger Chorkinder kennen und probten gemeinsam für das abendliche Konzert. Nun wurde es langsam ernst: wir verschwanden im Garderobenraum und zogen uns um und um 18 Uhr nahmen wir Aufstellung für das Konzert. Es war wirklich sehr schön und eine tolle neue Erfahrung, mit anderen Kindern zu singen. Das Highlight des Abends war das Lied „Toxic“ von Britney Spears, das vom Leipziger Jugendchor gesungen wurde. Natürlich wurden auch viele andere bekannte Lieder vorgetragen und mit viel Ausdruck interpretiert. Der Applaus war eine tolle Belohnung für unsere Mühen und jeder Sänger auf der Bühne konnte so den Lohn für die vielen Mühen und Probestunden genießen. Nach dem Konzert waren wir ganz schön erschöpft. Schließlich waren wir den ganzen Tag auf den Beinen gewesen. Auf der Rückfahrt war es dementsprechend ruhig im Bus. Jeder hing seinen Gedanken nach und nahm schöne Momente und Erinnerungen mit nach Hause. Es war eine tolle Erfahrung und ich habe den Tag sehr genossen.

    Text: Lina Neef, Klasse 7m

  • Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ 2026

    Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ 2026

    „Jugend musiziert“ ist wohl der bekannteste Musikwettbewerb für junge Menschen in Deutschland. Die Teilnehmer messen sich dabei in jährlich wechselnden Kategorien auf drei Wettbewerbsebenen. Der Bundeswettbewerb fand in diesem Jahr am vergangenen Wochenende in Regensburg statt. 

    Als Vertreter unseres Gymnasiums sowie der Stadt Zwickau reisten wir – Klavierbegleiter Tobias Gruner, meine geschätzte Gesangslehrerin Frau Urban-Doetz und ich, Bariton Daniel Rietdorf – bereits am Donnerstag an, um in der Kategorie Gesang solo anzutreten. Nachdem wir uns in unserer Unterkunft eingerichtet hatten, beschlossen wir, die Stadt bei einem ersten Rundgang kennenzulernen. Dabei mussten wir feststellen, dass die häufig gerühmte Schönheit Regensburgs ihrem ausgezeichneten Ruf in jeder Hinsicht gerecht wird.

    Am darauffolgenden Freitag begaben wir uns nach einem ausgewogenen und reichhaltigen Frühstück erneut in die Altstadt. Dort konnten wir unter anderem den berühmten Regensburger Dom besichtigen – ein monumentales Bauwerk im gotischen Stil, das sowohl von außen als auch im Inneren tief beeindruckt. Nach dieser zweiten Stadterkundung ermöglichte uns Frau Urban dank ihrer guten Kontakte, unsere Generalprobe in einer Kirche durchzuführen. Diese verlief reibungslos und ließ uns voller Vorfreude auf den bevorstehenden Wettbewerb blicken.

    Am Samstag, dem Tag unseres Auftritts, entschieden wir uns zunächst dazu, einen Wettbewerbsbeitrag aus einer anderen Kategorie anzuhören. Das Ensemble der gemischten Holzbläser beeindruckte sowohl in technischer als auch in musikalischer und klanglicher Hinsicht außerordentlich. Es war nun an der Zeit, sich auf den eigenen Auftritt vorzubereiten. Wir begaben uns in das Vielberth-Gebäude der Universität Regensburg, in dem die Sänger der Altersgruppe VI auftraten. Bereits während der fünfminütigen Anspielzeit im Saal fielen uns insbesondere die hervorragende Akustik des Raumes sowie der phänomenale Steinway-Konzertflügel auf. Trotz dieser positiven Eindrücke war die Aufregung selbstverständlich spürbar. Um 16:00 Uhr begann schließlich unser Auftritt. Beim Betreten der Bühne bemerkte ich den gut gefüllten Saal sowie die betont neutralen Blicke der fünfköpfigen Jury. Davon ließ ich mich jedoch nicht beirren. Der Auftritt gelang uns besser als je zuvor. Wie uns im Anschluss zahlreiche Zuhörer berichteten, hatte unsere Darbietung eine starke Wirkung auf das Publikum entfaltet. 

    Entsprechend zufrieden waren wir mit unserer Leistung. Auch in der anschließenden Juryberatung wurden viele Aspekte ausdrücklich gelobt, darunter insbesondere die Ausdrucks- und Farbenvielfalt der Stimme, sowie die stilistische Bandbreite zwischen klassischem Gesang und Musical. Umso größer war daher unser Erstaunen, als wir schließlich mit 21 Punkten einen dritten Preis erhielten.

    Dennoch überwiegt die wertvolle Erfahrung, die wir bei diesem Wettbewerb sammeln durften. Man darf nicht vergessen, dass dieser auf Bundesebene ausgetragen wurde und wir uns mit den besten jungen Sängern Deutschlands messen konnten. Darauf bin ich stolz und zugleich außerordentlich dankbar, an diesem Wettbewerb teilgenommen zu haben. Ein besonderer Dank gilt meiner Gesangslehrerin Frau Urban. Durch ihren professionellen Unterricht und ihr unermüdliches Engagement, um gesanglich das Bestmögliche aus mir herauszuholen, hat sie maßgeblich zu diesem Erfolg beigetragen.

    Vielen Dank für dieses außergewöhnliche und prägende Erlebnis!

    Text: Daniel Rietdorf JGST. 12

    Darüber hinaus konnten auch Martha Bergert, Wilhelm Bergert, Heinrich Bergert, Anton Günther (Kategorie Kammermusik für Blechblasinstrumente (AG 5)) sowie Tobias Gruner (Kategorie Klavier solo (AG 4)) mit ihren Leistungen auf Bundesebene überzeugen.

    Wir gratulieren allen Teilnehmenden herzlich zu diesem großartigen Erfolg und sind stolz auf ihr Engagement, ihr Talent und ihre musikalischen Leistungen.

  • 20.03.2026 – Vernissage am CWG

    20.03.2026 – Vernissage am CWG

    Der Saal verdunkelte sich. 18 Uhr. Ein leises „Tik-Tak”, „Tik-Tak“, durchbrach die Stille und bildete den Auftakt der diesjährigen Vernissage. An den Rändern des Raumes glimmten Taschenlampen auf, flackerndes Licht tastete sich durch den Raum, Geflüster steigerte sich – Schülerinnen und Schüler bahnten sich den Weg zur Mitte, strömten wieder auseinander, formierten sich neu.

    „Meine Gedanken sind laut und bunt. Sie schweben und kollidieren, setzen sich neu zusammen. Ich baue Welten aus Möglichkeiten. Alles darf sein, nichts muss bleiben.” 

    – Textausschnitt von Julius Arnold

    Aus diesem vorerst chaotischen Zusammenspiel von Imaginationen, Licht und Bewegung kristallisierte sich eine Frage heraus: Wie viel kann und soll unsere menschliche Vorstellungskraft leisten? Lässt sie uns träumen und Luftschlösser bauen? Oder hält sie uns in Ängsten gefangen, erschafft Hirngespinste und Zweifel? 

    Mittels selbstgeschriebener Texte wurde das Publikum mitten in diese Gedankenwelt geführt. Texte über Zukunftsängste, Selbstzweifel, Orientierungslosigkeit und das menschliche Zusammenleben – Themen, die viele unserer Generation bewegen und oft unbeantwortet zurücklassen. 

    Doch wie kann man mit dieser Ungewissheit umgehen? 

    Vielleicht mit Fantasie? Mit Hoffnung? Mit Kreativität? Mit Vorstellungskraft?

    Unter dem Motto „Imagine” hat sich unser Leistungskurs Kunst 12 über vier Halbjahre hinweg intensiv mit diesen Fragen auseinandergesetzt. Inspiriert von Literatur, Musik und bildender Kunst entstanden vielfältige Arbeiten aus den Bereichen Grafik, Malerei, Collage und Plastik. 

    Mehr als hundert ausgewählte Werke wurden im Rahmen der Ausstellung präsentiert und konnten von den Besuchenden in einem Rundgang entdeckt werden.

    Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der eigens entwickelten Eröffnungs-Performance. Über mehrere Wochen hinweg entstand sie in einem offenen, kreativen Prozess: Durch Bewegungsübungen und Schreibimpulse näherten sich die Schülerinnen und Schüler dem Thema „Imagine”. Dabei waren die persönlichen und individuellen Beiträge unverzichtbar. 

    Ebenso einmalig zu sehen, waren die Einzelprojekte unseres Kurses. In eigenständiger Arbeit – teils allein, teils in Zweiergruppen – entstanden Installationen und fotografische Inszenierungen.

    Die Ausstellung bot darüber hinaus Raum für Begegnung und Austausch: Zwischen den Besuchenden und Kunstschaffenden bestand die Möglichkeit ins Gespräch zu kommen und sich über die Kunst auszutauschen.  

    Einen besonderen Dank gilt allen Mitwirkenden, die diesen Abend möglich gemacht haben: Gabriele Bocek vom Mondstaubtheater für die Entwicklung der Performance, unsere Leistungskurslehrerin Frau Adolphs, die uns von Anfang an im Prozess begleitet und unterstützt hat, dem Technikteam – Nele, Sally, Linda und Marlis – sowie der Lichttechnik und Frau Hain mit dem Kunstleistungskurs der Jahrgangsstufe 11. 

    Ebenso danken wir dem interessierten Publikum, das diesen Abend mit Leben gefüllt hat.

    Text: Paloma Kaatz JGST 12

  • Konzertbesuch des Musik-LK in der „Neuen Welt“

    Konzertbesuch des Musik-LK in der „Neuen Welt“

    Am Donnerstag, dem 21.05.2026, besuchte unser Musik-Leistungskurs der Jahrgangsstufe 11 zur Vorbereitung auf die schriftliche Abiturprüfung gemeinsam mit unserer Lehrerin Frau Fischer, das 6. Philharmonische Konzert des Jahres 2026 im Konzert- und Ballhaus „Neue Welt“. Die Veranstaltung begann um 19 Uhr mit einer Einführung. Hier wurden uns die wichtigsten Fakten zu den drei Werken des Programms erklärt, und zudem wurde auf die Biographie der Komponisten eingegangen, um zu klären, in welchen Lebensumständen die Stücke komponiert wurden. Zuerst wurde die Faust-Ouvertüre d-Moll von Richard Wagner gespielt. Dieses Werk zeichnet sich durch düstere und dramatische Klangfarben aus. Anschließend gaben die Clara-Schumann-Philharmoniker mit einer atemberaubenden Solistin das Klarinettenkonzert KV 622 in A-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart zum Besten. Das dreisätzige Konzert begeistert durch seinen warmen, gesanglichen Klang und ist aufgrund seiner ikonischen Schönheit eines der meistgespielten Werke Mozarts. Zu guter Letzt stand nach einer kurzen Pause die Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 68 von Johannes Brahms auf dem Programm. Damit schloss der Dirigent das Konzert und nahm einen wirklich sehr großen Applaus entgegen. Insgesamt hatten wir einen sehr gelungenen Abend und werden gerne wieder ein sinfonisches Konzert besuchen.

    Text: Timo Rößler, JGST. 11

  • Vox Lucensis 2026 – leuchtende Stimmen und leuchtende Herzen

    Vox Lucensis 2026 – leuchtende Stimmen und leuchtende Herzen

    „Cantare insieme unisce le nazioni“ (dt. „Gemeinsames Singen verbindet Nationen“) lautete das Motto des internationalen Chorwettbewerbes Vox Lucensis in Lucca, welcher vom 28. bis 31. März 2026 in fünfter Ausgabe stattfand. Für den Jugendchor des Clara-Wieck-Gymnasiums Zwickau war es das erste Mal, an einem Festival in solch Dimension, Bedeutung und Vielfalt teilzunehmen – und hoffentlich nicht das letzte Mal.

    Wo wir bereits bei den Zahlen sind: Dank der großartigen Organisation INTERKULTUR kamen ungefähr tausend Chorsängerinnen und Chorsänger aus zwölf verschiedenen Ländern in Lucca zusammen, um die Freude am Singen zu teilen. Die zwanzig Chöre, welche miteinander konkurrierten, wurden von einer hochkompetenten Jury bewertet. So reichte ihre Expertise von geistlicher Musik bis hin zu Jugend – und Kammerchören. Unser Chorleiter Herr Voigtländer nahm die Herausforderung an und entschied, dass wir in zwei Kategorien antreten. Innerhalb eines Jahres studierten wir im Zuge verschiedener Projekte das Wettbewerbsprogramm ein, welches unterschiedlicher nicht hätte sein können: Zwischen alter und neuer Musik, einem berührendem Spiritual mit Emma Schumann (Kl. 10m) als Solistin und zahlreichen Bodypercussioneinheiten sowie Choreografien war alles dabei. Dabei vermochte es Herr Voigtländer, fünfzig Schülerinnen und Schüler durch die Leidenschaft für das Musizieren zu vereinen.

    Die Reise startete in der Nacht vom 27. auf den 28. März. Glücklicherweise dauerte die Fahrt zwei Stunden weniger, womit wir schon 14 Uhr vorm Hotel „Carignano“ standen. Zwar waren wir nicht ganz ausgeschlafen, aber hatten nun genug Zeit, um die Zimmer zu beziehen. Der Dank gilt unseren Busfahrern, Frank und Andreas, die uns sicher an jedes Ziel gebracht haben. Abends besuchten wir das Eröffnungskonzert, welches von vier Chören gestaltet wurde: Als Zeichen des Friedens sangen wir den Kanon „Dona nobis pacem“. Anschließend wurden wir zurück zum Hotel gefahren, wo ein leckeres Zwei-Gänge-Menü auf uns wartete. Müde von der Reise gingen die meisten früh ins Bett – und doch hatten wir alle Vorfreude auf die kommenden Tage.

    Bereits am nächsten Morgen breitete sich die Wettbewerbsstimmung aus, denn wir sollten in unserer ersten Kategorie, der geistlichen Musik, antreten. Nach dem Frühstück fuhren wir direkt ins Zentrum, da wir zehnminütige Stellproben hatten. Zwischendrin nutzten wir unsere Freizeit, um diverse italienische kulinarische Höhepunkte zu erleben. Doch nun wurde es ernst: Wir bereiteten uns sowohl stimmlich als auch mental auf den Auftritt vor, welcher sehr gut lief. Unabhängig von unserer Darbietung haben wir es genossen, so ein wunderschönes Programm (Schütz und Reger :)) in einer Kirche mit einer derart fantastischen Akkustik musizieren zu dürfen. Völlig von Emotionen geladen gingen wir im Anschluss zu einem Freundschaftskonzert, in dem wir professionelle Chöre hören konnten. Ein gelungener Tag endete.

    Der Montag begann nach einem ausgiebigen Frühstück mit einer Chorprobe, da heute die Kategorie Jugendchor stattfand. Wir verbrachten unseren Mittag in der Stadt, um etwas Leckeres zu essen, ein Plätzchen in der Sonne zu suchen sowie das wundervolle Lucca zu erkunden. Nach einem eher hektischen Umziehen im Bus liefen wir zum Konzertort. Auch dieser Auftritt glückte uns. Etwas erschöpft, dafür erfüllt ließen wir den Abend bei einem köstlichen Essen ausklingen.

    Der entscheidene Tag brach an: der Tag der Ergebnisbekanntgabe. Am Morgen wussten wir bereits, dass sich sieben andere Chöre für die Grand Prize Competition qualifiziert haben. Zunächst ging es für uns wieder in die Innenstadt – manche erledigten Einkäufe, andere fuhren mit einem fahrradartigen Wagen auf der Stadtmauer. Um 17 Uhr startete das Finale. Wir staunten darüber, dass die Kirche bis auf den letzten Platz besetzt war. Die Chöre lieferten sich ein richtiges Kopf-an-Kopf-Rennen, denn alle Teilnehmer bieteten Hochglanzleistungen. Doch der Chor Sola Gratia Chorale aus den Philippinen gewann den Wettbewerb schließlich. Diese Sängerinnen und Sänger besaßen nicht nur eine brilliante Gesangstechnik, sondern tanzten und spielten die Musik. Auch wir waren erfolgreich, so erhielten wir in beiden Kategorien ein Silberdiplom! Wieder angekommen im Hotel wertete Herr Voigtländer die letzten Tage mit uns aus. Am Ende richtete er sich an die Lehrkräfte sowie Zwölftklässlerinnen und Zwölftklässler, was uns sehr berührte.

    Auf der Rückfahrt beschlossen wir, dass die Reise noch nicht zu Ende war: Wir hatten viel Spaß und sangen Lieder, es wurde sogar eine kleine Band aus einer Ukulele und einem Klaviermischpult aufgebaut! Gegen 22 Uhr erreichten wir Zwickau, erneut früher dank unserer Busfahrer.

    Eine Vielzahl von Menschen hat dazu beigetragen, dass diese Woche unvergesslich wird. Zu aller erst danken wir dem Förderverein sowie allen Spenderinnen und Spendern für die finanzielle Unterstützung. Wir möchten dabei die Mitwirkung der Schulleitung hervorheben, welche diese  Reise überhaupt ermöglicht hat. Ganz besonders bedanken wir uns bei Frau Palitzsch, unserer stellvertretenden Schulleiterin, die zusammen mit Herrn Kirchner und Herrn Meyer unsere Aufsichtsperson war – ohne dieses Dreiergespann wäre die Zeit nur halb so lustig gewesen. Die größte Anerkennung gebührt Frau Urban und Herrn Voigtländer: Als Chorverantwortliche hat Frau Urban nicht nur die gesamte Reise organisiert, sondern war rund um die Uhr für uns ansprechbar und kann sich somit zurecht die Chormutti nennen. Doch all dies wäre zwecklos, würden wir nicht an einem gemeinsamen Strang ziehen. Und so sagen wir Herrn Voigtländer Danke, dass wir durch seine Leitung in unserem Können und Vertrauen sowie unserer Disziplin und Hingabe wachsen.

    Elsa Müller und Sara Borodi (Kl. 12)

  • IMAGINE

    IMAGINE

    Herzliche Einladung zur Ausstellungseröffnung „IMAGINE“

    …stell dir vor, es gibt wieder eine Vernissage zur Ausstellung der besten Arbeiten des Leistungskurses Kunst 12.
    Zu sehen sind mehr als 100 Arbeiten aus allen Bereichen der Kunst, die unsere Vorstellungskraft thematisieren. Entdecken Sie Illustrationen zu E.T.A. Hoffmanns Novelle „Der Sandmann“, Malereien, die Musik imaginieren  oder unsere „schöne neue Welt“. Es erwarten Sie verrückte Maschinen, verspielte Collagen und fantasievolle Objekte. Exklusiv und nur zur Vernissage gibt es Installationen und eine performative Eröffnung. Es wird magisch!

  • Lernen vor Ort

    Lernen vor Ort

    Exkursionsbericht Leipzig

    Am 22.01.2026 fuhren wir, der Jugendchor des Clara-Wieck-Gymnasiums, zusammen mit Herr

    Voigtländer und Frau Fischer, im Rahmen des Jahres der jüdischen Kultur nach Leipzig.

    Wir starteten den Tag bereits auf der Fahrt musikalisch mit dem jüdischen Choral „Shalom

    Aleichem“, zu deutsch: Friede sei mit euch!

    Dieses Lied sollte uns den gesamten Tag über begleiten und sowohl vor dem Gewandhaus auf

    dem Augustusplatz in Leipzig, als auch in einer jüdischen Synagoge als Abendgebet erklingen.

    Nach einer 1,5-stündigen Busfahrt kamen wir nun zunächst am Gewandhaus Leipzig an, wo wir

    sogleich vom Leiter des Gewandhauschores, Gregor Meyer, begrüßt wurden.

    Bereits das Foyer beeindruckt seine Besucher mit einem Deckengemälde, das zu den größten

    Europas zählt, sowie mit seinen unregelmäßig angeordneten Treppen. Unser Weg führte uns

    anschließend in den großen Konzertsaal. Dieser überzeugt nicht nur mit seinen rund 1900

    Sitzplätzen und deren Anordnung im Stil eines Amphitheaters, sondern auch mit seiner gewaltigen

    Orgel. Diese ist eine der größten Konzertorgeln Deutschlands und verfügt über ganze 6.845 fest

    verbaute Orgelpfeifen.

    Ab 10:00 Uhr fand eine Generalprobe zweier Werke mit stark jüdischem Zusammenhang statt, die

    wir besuchen durften. Für ein Konzert waren die 1. Sinfonie von Paul Ben-Haim sowie „Avodath

    Hakodesh“ von Ernest Bloch ausgewählt worden. Ich kann jedem nur empfehlen, sich diese oder

    andere Werke einmal im Gewandhaus Leipzig anzuhören und über die Professionalität der

    Musiker zu staunen.

    Nach dieser Probe gingen wir zu dem nur wenige Minuten entfernten Wohnhaus von Felix

    Mendelssohn Bartholdy. Dieser war, wie wir erfuhren, nicht nur Komponist und Musiker in Leipzig,

    sondern prägte die musikalische Geschichte der Stadt noch weitreichender. Er gründete die

    Hochschule für Musik und Theater als erstes Konservatorium Deutschlands, um jungen

    Menschen, Erwachsenen und sogar Frauen den Weg zu musikalischer Weiterbildung zu

    ermöglichen.

    In seinem Wohnhaus wurde auf drei Etagen ein Museum eingerichtet, das jedoch nicht nur

    Mendelssohns eigene Geschichte, sondern auch die seiner Familie, Freunde und seiner eher

    unbekannten, aber musikalisch ebenso begabten Schwester Fanny Hensel thematisiert. Leider

    verstarb er bereits mit 38 Jahren an einer Reihe von Schlaganfällen.

    Die anschließende Zeit bis 17:00 Uhr hatten wir nun die Möglichkeit, auch die Altstadt Leipzigs

    selbstständig zu erkunden.

    Wir trafen uns schließlich zu unserer Führung in einer jüdischen Synagoge. Eine Frau namens

    Julia Merzogitova empfing uns und erklärte, dass diese Synagoge als eine von wenigen den

    Zweiten Weltkrieg überstehen konnte. Das augenscheinlich wenig aufregende Gebäude

    entpuppte sich von innen als wahre Überraschung. Der hohe Raum mit blauen Wänden und

    goldenen Ornamenten sowie einem Altar und Sitzreihen wirkte wie aus einem orientalischen

    Märchen, und alle waren sichtlich begeistert. Wir erfuhren, dass die Synagoge erst 1848

    wiedereröffnet werden konnte – damals mit nur 17 Mitgliedern – und heute wieder eine Gemeinde

    von rund 1300 Mitgliedern bildet.

    Nach dieser abrundenden Stunde beendeten wir den Tag mit einem traditionell jüdischen Choral

    und gingen müde, aber zufrieden zu unserem Bus zurück, der uns wieder nach Zwickau bringen

    würde.

    Ich glaube, alle konnten sich an diesem Tag etwas mitnehmen.