Kategorie: Kunst

  • Achtklässler gestalten Kostüme für das Kinder- und Jugendkonzert 2026

    Achtklässler gestalten Kostüme für das Kinder- und Jugendkonzert 2026

    Schumann Open: Frei geträumt

    Im Januar 2026 erhielten die Schüler- und Schülerinnen der 8. Klassen einen ungewöhnlichen Auftrag vom JUPZ, der Jugendsparte unseres Theaters. Die Theaterpädagoginnen Steffi Liedtke und Theresa Weidhas wollten Robert Schumanns Musik als Inspiration für junge Menschen und ihre Träume aufgreifen. Gemeinsam mit jugendlichen Schauspielern/-innen des Diesterweg- Gymnasiums sollte ein Konzert mit Szenen über Freiheit, Zweifel und die große Frage, wie wir leben und träumen, entwickelt werden. Wir wurden angefragt, ob wir für die Spielszenen Kostüme gestalten.

    Also hatten wir einen echten Designauftrag mit Vorgaben und einer Deadline bis Ostern. Am 22. April würde die Premiere im Gewandhaus sein und bis dahin nur acht Unterrichtsstunden Zeit. In jeder 8. Klasse wurde je ein Kostüm für die fünf Charaktere „Blackbird“, „Träumer/in“, „Punker/in“, „Hiphopper/in“ und „Emo“ entwickelt. Das jeweils beste Kostüm würde auf der Bühne getragen werden und alle anderen im Theater in einer Ausstellung zu sehen sein.

    Wie in jedem Designauftrag gibt es bestimmte Vorgaben: Jede Figur erhielt eine Grundfarbe und sollte aus einem weißen Arbeitskittel gestaltet werden, dieser durfte zerschnitten, neu zusammengesetzt, beklebt oder bemalt werden. Das schränkte zwar die Kreativität etwas ein, ersparte uns aber eine Menge Zeit.  

    Die Herausforderung wurde angenommen, denn hier ging es um mehr, als nur um eine Note im Fach Kunst. Von nun an hieß es Teamarbeit: Von der ersten Skizze bis zur Umsetzung wurde alles gemeinsam entwickelt. Nach einer Ideensammlung auf dem Moodboard ging es direkt los! In den kommenden Wochen wuchsen alle über sich hinaus: es mussten Ideen sowie Lösungswege im Team entwickelt, ausgehandelt und Konflikte gelöst werden. Beim Kostümbau geht es nicht um die perfekte Verarbeitung, trotzdem muss die Kleidung tragbar sein und jede Bewegung mitmachen. Aus dem einen Mantel werden Kurzjacke und Rock -aus dem anderen eine Weste; hier wird ein Pullover wird zerschnitten und eine Kapuze verwendet, da wird aus einer Gardine ein Spitzenkragen oder aus einem Basecap ein Zylinder.  Was nicht genäht werden konnte, wurde geklebt oder getackert. Aber schaut selbst: Entstanden sind tolle und individuelle Designs. Ihr könnt sehr stolz auf euch sein!

    Danke an alle Beteiligten!

    Sandra Hempel und Katrin Adolphs    

  • 20.03.2026 – Vernissage am CWG

    20.03.2026 – Vernissage am CWG

    Der Saal verdunkelte sich. 18 Uhr. Ein leises „Tik-Tak”, „Tik-Tak“, durchbrach die Stille und bildete den Auftakt der diesjährigen Vernissage. An den Rändern des Raumes glimmten Taschenlampen auf, flackerndes Licht tastete sich durch den Raum, Geflüster steigerte sich – Schülerinnen und Schüler bahnten sich den Weg zur Mitte, strömten wieder auseinander, formierten sich neu.

    „Meine Gedanken sind laut und bunt. Sie schweben und kollidieren, setzen sich neu zusammen. Ich baue Welten aus Möglichkeiten. Alles darf sein, nichts muss bleiben.” 

    – Textausschnitt von Julius Arnold

    Aus diesem vorerst chaotischen Zusammenspiel von Imaginationen, Licht und Bewegung kristallisierte sich eine Frage heraus: Wie viel kann und soll unsere menschliche Vorstellungskraft leisten? Lässt sie uns träumen und Luftschlösser bauen? Oder hält sie uns in Ängsten gefangen, erschafft Hirngespinste und Zweifel? 

    Mittels selbstgeschriebener Texte wurde das Publikum mitten in diese Gedankenwelt geführt. Texte über Zukunftsängste, Selbstzweifel, Orientierungslosigkeit und das menschliche Zusammenleben – Themen, die viele unserer Generation bewegen und oft unbeantwortet zurücklassen. 

    Doch wie kann man mit dieser Ungewissheit umgehen? 

    Vielleicht mit Fantasie? Mit Hoffnung? Mit Kreativität? Mit Vorstellungskraft?

    Unter dem Motto „Imagine” hat sich unser Leistungskurs Kunst 12 über vier Halbjahre hinweg intensiv mit diesen Fragen auseinandergesetzt. Inspiriert von Literatur, Musik und bildender Kunst entstanden vielfältige Arbeiten aus den Bereichen Grafik, Malerei, Collage und Plastik. 

    Mehr als hundert ausgewählte Werke wurden im Rahmen der Ausstellung präsentiert und konnten von den Besuchenden in einem Rundgang entdeckt werden.

    Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der eigens entwickelten Eröffnungs-Performance. Über mehrere Wochen hinweg entstand sie in einem offenen, kreativen Prozess: Durch Bewegungsübungen und Schreibimpulse näherten sich die Schülerinnen und Schüler dem Thema „Imagine”. Dabei waren die persönlichen und individuellen Beiträge unverzichtbar. 

    Ebenso einmalig zu sehen, waren die Einzelprojekte unseres Kurses. In eigenständiger Arbeit – teils allein, teils in Zweiergruppen – entstanden Installationen und fotografische Inszenierungen.

    Die Ausstellung bot darüber hinaus Raum für Begegnung und Austausch: Zwischen den Besuchenden und Kunstschaffenden bestand die Möglichkeit ins Gespräch zu kommen und sich über die Kunst auszutauschen.  

    Einen besonderen Dank gilt allen Mitwirkenden, die diesen Abend möglich gemacht haben: Gabriele Bocek vom Mondstaubtheater für die Entwicklung der Performance, unsere Leistungskurslehrerin Frau Adolphs, die uns von Anfang an im Prozess begleitet und unterstützt hat, dem Technikteam – Nele, Sally, Linda und Marlis – sowie der Lichttechnik und Frau Hain mit dem Kunstleistungskurs der Jahrgangsstufe 11. 

    Ebenso danken wir dem interessierten Publikum, das diesen Abend mit Leben gefüllt hat.

    Text: Paloma Kaatz JGST 12