
Am Sonntag dem 28. Juni war es wieder so weit: Das Kanulager, schon seit einiger Zeit beliebtes Programm des Clara-Wieck-Gymnasiums geht in die nächste Runde: 51 Leute, 3 verschiedene 9. Klassen und 50 km Kanutour in den Gewässern der Mecklenburgischen Seenplatte.
Um 9:00 Uhr treffen sich die drei Klassen um in einer 6 Stündigen Busfahrt zur ersten Etappe ihrer 3-tägigen Kanu Reise aufzubrechen: Kiez Prebelow. Im schönen Örtchen an der Grenze zu Brandenburg wird erst mal der Badesee gründlich durchwühlt, da die Temperaturen kaum eine andere Aktivität zu ließen. Nachdem der erste Tag schnell vorbei war, wurde am nächsten der Bungalow mit Hab und Gut ver- und die Kanus zu Wasser gelassen. 16 Kilometer und zwei Schleusen mussten die Lehrer und die Schüler bewältigen, aber die Seen sind groß und die Umstände gut, bis es auf einmal aus heiterem Himmel zu schütten beginnt. Mehr als die Hälfte der Strecke mussten die Ruderer im Regen paddeln um dann nass bis auf die Knochen, aber auch glücklich es geschafft zu haben, am Naturcamping am Ellenbogensee anzukommen. Dort wurden das erste Mal die Zelte aufgebaut und später unter freiem Himmel geschlafen. Der Nachmittag war von vielen Volleyballspielen und einem gemeinsamen Public Viewing auf einem kleinen Handy geprägt und somit verging schon die zweite Nacht wie im Flug und am nächsten morgen segelten die Boote wieder aufs offene Meer…oder eben die Kanus in den Ellenbogensee.
Dieses mal kein Regen, aber nach ungefähr der Hälfte der 19 km langen Strecke stießen die überschaubaren 14 CWG-Wasserfahrzeuge auf die Werdauer Kanus, welche schon seit einiger Zeit die Kanutour andersherum machen. Wie es Tradition ist, lieferten sich die Schulen einen Kampf. Und zwar einen Kampf, der in die Geschichte des Kanulagers eingehen wird. Sieben Werdauer Kanus kentern und mit ihnen zwei Zwickauer. Nachdem Tumult ging es in einen Kanal, welcher sich sehr lang hinzog und niemals breiter als fünf Meter wurde und somit kenterte schon wieder ein Kanu…
Danach hatte man es aber geschafft und kam erschöpft in Wustrow an. Wieder wurden die Zelte auf- und abgebaut, doch diesmal musste man die Kanus bis zur nächsten Mündung tragen, von welcher es in einer relativ unspektakulären Kanutour zurück nach Kiez-Prebelow ging. Der letzte Tag wurde nochmal gebührend mit einer Grillparty und einem kurzen aber heftigen Regenguss gefeiert, bevor es am nächsten Tag zurück nach Zwickau ging. Manchen mag die Zeit wie zwei Wochen vorgekommen sein, aber für mich ganz persönlich war die Tour schon sehr kurzweilig und ich bin mir sicher, dass ich bei weitem nicht der einzige bin der das findet.
Danke an die Schule fürs Organisieren und danke an..
..Herrn Stejskal (schon immer mit Herzblut dabei)
..Herrn Göttlich (mit Erfahrung und viel Wissen)
..Herrn Niemann (mit versteckten Talenten und Überraschungen)
..Herrn Kirsche (unfreiwilliger Lehrerliebling und Fußballprofi)
..Frau Hüfner (viel Humor und Taktgefühl)
Vielen Dank für dieses Erlebnis!
