Kategorie: Kunst & Musik

  • Gesang

    Gesang

      „…das Instrument wird durch seinen Spieler verkörpert – ein einmaliges Phänomen.“

    (Gerhard Faulstrich in „Singen lehren – Singen lernen“ Grundlagen für die Praxis des Gesangsunterrichtes, Augsburg 1998)

    IMG 6303Singen ist die älteste und schönste Ausdrucksform des Menschen. Sie vereint Körper, Geist und Seele gleichermaßen. Die Stimmbildung hat dabei nicht nur die Ausbildung einer gesunden, tragfähigen Gesangsstimme zum Ziel, sondern der Unterricht fördert zudem das Entdecken der eigenen Persönlichkeit und macht mögliche individuelle Grenzen überwindbar.

    Ein Ausbildungsschwerpunkt innerhalb der vertieft musischen Ausbildung ist das Fach Gesang/Stimmbildung.

     

     

     

     

     

    Ab Klasse 8 werden den Schülerinnen und Schülerin in kleinen Ensembles, im Duo – oder Einzelunterricht folgende Grundlagen vermittelt:

    •      Ausbildung einer flexiblen Stimmfunktion durch Optimierung der  Körperhaltung und Körperbewegung
    •      Atem- und Artikulationstraining
    •      genreübergreifende Gesangsstilistik
    •      Sprecherziehung
    •      Anwendung der erlernten Parameter in Literatur aller Epochen und Stile
    •     Auftrittstraining

     

    IMG 5179

    Ab Klasse 11 kann innerhalb des Musik-Leistungskurses das Fach Stimmbildung ein Instrument ersetzen und als praktisches Hauptfach fungieren. Dadurch ergibt sich automatisch die Einwahl als Prüfungsfach im fachpraktischen Teil des Musik-Abiturs.

    Klassenstufe/
    Ausbildungsform

    8

    9

    10

    11

    12

    Unterrichtsform

    Stimmbildung
    Nebenfach

    x

    x

    x

    x

    x

    Ensemble/
    Duounterricht

    Stimmbildung
    Hauptfach

    x

    x

    Einzelunterricht

     

      

    Die durch Proben und Konzerte erhöhte stimmliche Belastung lernen Schülerinnen und Schüler gesangstechnisch auszugleichen. Die Umsetzung dieser Grundlagen in altersgerechter Gesangsliteratur steht außerdem im Mittelpunkt des Unterrichts.

    Die stimmliche Entwicklung jedes Schülers wird durch regelmäßige Leistungsüberprüfungen dokumentiert.

    Das Fach Stimmbildung unterrichten am Clara-Wieck-Gymnasium:

    • Ludwig Meyer
    • Jördis Urban-Doetz
    • Simon Voigtländer
  • Inhalte der Ausbildung

    Die vertieft musische Ausbildung richtet sich an musikalisch vorgebildete, interessierte Schüler. Die Schüler entwickeln und erweitern ihre musizierpraktischen Fähigkeiten im Ensemble und als Solisten und präsentieren öffentlich die Ergebnisse ihrer künstlerischen Arbeit bei Vorspielen, Konzerten, Wettbewerben und anderen Projekten.

    Bei der Vorbereitung erwerben sie besondere Kompetenzen hinsichtlich Zeitmanagement, Teamfähigkeit und Selbstständigkeit und erleben die Wirkung des musikalischen Könnens als Bereicherung ihres Lebens. Sie entdecken die identitätsstiftende Funktion von Musik in der Gesellschaft.

    Das Gymnasium mit vertiefter Ausbildung entspricht in seiner Struktur grundsätzlich dem Gymnasium und führt nach Absolvierung der gleichen zentralen Prüfungen wie an anderen Gymnasien zur allgemeinen Hochschulreife.

    „Für die Aufnahme in Klassen mit vertiefter Ausbildung wird zusätzlich zu den allgemeinen Aufnahmebedingungen die erfolgreiche Teilnahme an einem besonderen Aufnahmeverfahren vorausgesetzt, bei dem die Eignung un die Begabung der Bewerber für die jeweilige vertiefte Ausbildung festgestellt werden.“ (§ 4 Abs. 3 Satz 1 SOGYA)

    Die Aufnahme erfolgt über eine bestandene Aufnahmeprüfung in den Fächern: Musiktheorie, Stimmbildung und einem instrumentalen Vorspiel.

    Folgende Termine stehen für die Eignungsprüfung zur Aufnahme in eine Klasse der vertieft musischen Ausbildung zur Auswahl:

    • Montag, 11.03.2024 ab 15 Uhr – vorrangig für Klasse 5
    • Dienstag, 12.03.2024 ab 15 Uhr – Klasse 5 und ältere Jahrgänge

    Bitte nutzen Sie für die Anmeldung zur Eignungsprüfung folgende PDF-Datei:

    Anmeldung zur Eignungsprüfung für eine Klasse mit vertieft musischer Ausbildung

    Schicken Sie das Formular entweder

    per Post an:

    Clara-Wieck-Gymnasium
    Schloßplatz 1
    08064 Zwickau

    oder per E-Mail an:

    schulleitung [at] clara-wieck-gymnasium.eu

    oder per Fax an:

    0375 / 780 207

    Die Belegung einer Ensembleleistung ist bindend und kann im Chor des Gymnasiums oder im Jugendsinfonieorchester des Robert Schumann Konservatoriums erfolgen.

    Ziel ist der Erwerb der allgemeinen Hochschulreife, das Abitur ist allgemein gültig.

    Die Förderung musikalischer Begabungen, eine musiktheoretische und musikgeschichtliche Ausbildung kann auch die Grundlage für eine Aufnahmeprüfung an einer Musikhochschule sein.

    Eine enge Kooperation mit dem Robert Schumann Konservatorium gewährleistet ein hohes Ausbildungsniveau in Instrumentalfächern.

    Wohnheimplätze für nicht ortsansässige Schüler stehen zur Verfügung. Informationen dazu erhalten Sie auch unter >INTERNAT< auf der Seite des Robert Schumann Konservatoriums Zwickau.  http://www.rsk-zwickau.de/ 

     

  • Aufnahmebedingungen

    Anmeldung zur Eignungsprüfung für eine Klasse in der vertieft musischen Ausbildung

    Instrumentale Vorkenntnisse

    Aufgenommen werden Schülerinnen und Schüler ab Jahrgangstufe 5, die bereits erfolgreich ein Instrument (alle Orchesterinstrumente, Klavier, Orgel, Akkordeon, Gitarre, Mandoline, Saxophon, Blockflöte oder Schlagzeug) an einer Musikschule oder im Privatunterricht erlernen.

    Zur Eignungsprüfung sind zwei Vortragsstücke unterschiedlichen Charakters oder aus verschiedenen Epochen vorzubereiten.

    Eine für einen Vortrag notwendige Instrumentalbegleitung (z.B. Klavier) sollte selbst organisiert werden. Bei Bedarf ist es möglich, ein Playback (Playalong ohne Solostimme) von CD abzuspielen.

     

    Stimmbildung

    Klassen 5-7:

    Um die stimmliche Eignung der Schülerinnen und Schüler zu ermitteln, ist ein einfaches Volks- oder Kinderlied a-cappella vorzubereiten. Eine Begleitung ist daher nicht zusätzlich notwendig.

    Zudem werden Stimmumfang, Stimmstärke und das sichere Nachsingen von leichten Melodiefolgen überprüft.

    Klassen 8-12:

    Zur Eignungsprüfung ist ein begleitetes Lied freier Wahl ( Kunstlied, kleine Arie, Popsong ) und ein unbegleitetes Lied ( Volkslied, Spiritual ) auswendig vorzutragen.

    Das Erfassen und Nachsingen von leichten bis mittelschweren Tonfolgen, das Singen vom Blatt sowie der aktuellen Stimmstatus umfasst ebenfalls die Ermittlung der stimmlichen Eignung.

     

    Musiktheorie

    Klasse 5-7:

    Der folgenden Tabelle können Sie die Anforderungen für eine erfolgreiche Aufnahmeprüfung im Teilgebiet Musiktheorie entnehmen.

    Ab Klassenstufe 6 werden die Anforderungen der vorhergehenden Klassen vorausgesetzt.

     

    Für Klasse 5

    Für Klasse 6

    Für Klasse 7

    Notenschrift

    • Kenntnis der Noten im Violinschlüssel
    • Notenwerten und Pausen
    • Versetzungs- und Auflösungszeichen und deren Funktion
    • Oktavbereiche von eingestrichen bis dreigestrichen
    • Notation im Bassschlüssel
    • alle Oktavbereiche

    Rhythmus

    • Kenntnis  einfacher Taktarten erwünscht
    • 2/4-, 3/4-, 4/4-Takt
    • Volltakt, Auftakt
    • Punktierungen
    • Erfassen einfacher Rhythmusdiktate

    Tonleitern

     

    • Durtonarten bis 3 Vorzeichen
    • Dur- und Molltonarten bis 6 Vorzeichen
    • parallele Tonarten

    Intervalle

     

    • Prime bis Quinte + Oktave (erkennen, hören, schreiben)
    • Prime bis Oktave (erkennen, hören, schreiben)

    Akkorde

     

    • Durdreiklänge und ihre Umkehrungen
    • Umkehrungen des Durdreiklangs hören

     

    Klasse 8-10:

    Der folgenden Tabelle können Sie die Anforderungen für eine erfolgreiche Aufnahmeprüfung im Teilgebiet Musiktheorie entnehmen.

    Die Anforderungen der vorhergehenden Klassenstufen werden jeweils vorausgesetzt. Bitte beachten Sie dazu auch die Aufnahmebedingungen für Klassenstufe 5-7. 

     

    Für Klasse 8

    Für Klasse 9

    Für Klasse 10

    Melodie

    • Erfassen einfacher Melodiediktate im Oktavraum
    • Kenntnisse einfacher Zweistimmig-keit
    • Transponieren/ Sequenzieren  einfacher Melodien
    • Erfassen einfacher Melodiediktate über den Oktavraum hinaus

     

    • Begriffe Motiv und Thema

    Rhythmus

    • Unterscheidung Rhythmus, Metrum, Tempo
    • Triolen
    • doppelte Punktierung im 3/8-und 6/8-Takt
    • Synkopen und Überbindungen
    • unsymmetrische Taktarten 

     

    Tonleitern

    • Umgang mit dem Quintenzirkel
    • Pentatonik
    • Kirchentonarten (dorisch, phrygisch, lydisch, mixolydisch)
    • Zigeunertonleitern

    Intervalle

    • Tritonus
    • Vom-Blatt- Singen einfacher Melodien
    • verminderte und übermäßige Intervalle
    • Intervalle bis Duodezime

    Akkorde/

    Harmonik

    • Akkorde und deren Umkehrungen in Dur und Moll (auch hören)
    • einfache Kadenz in Dur
    • Begriffe Quintlage, Oktavlage, Terzlage
    • Anwendung und Auflösung des Dur-Septakkords mit seinen Umkehrungen
    • Vorhaltsquart-sextakkord
    • einfache Kadenz in Moll
    • verminderter und übermäßiger Dreiklang
    • Parallel-und Gegenklänge
    • Grundlagen der Akkordsymbol-schrift
    • 12-taktiges Bluesschema
    • Regeln für 4-st. Chorsatz
    • Halbschluss, authentischer Schluss, Plagalschluss 

     

    Leistungskurs Klasse 11

    Der folgenden Tabelle können Sie die Anforderungen für eine erfolgreiche Aufnahmeprüfung  im Teilgebiet Musiktheorie entnehmen.

    Die Anforderungen der vorhergehenden Klassenstufen werden vorausgesetzt. Bitte beachten Sie dazu auch die Aufnahmebedingungen für Klassenstufe 5-7 und 8-10.

     

    Anforderungen

    Akustische Grundlagen

    • Bedeutung der Obertonreihe
    • reine und temperierte Stimmung

    Melodie

    • atonale Melodik

    Rhythmus

    • Synkopenketten
    • binäre und ternäre Spielweise

    Intervalle

    • s. Klasse 5-10

    Akkorde/Harmonik

    • Sixte ajoutée
    • Neapolitanischer Sextakkord
    • Subdominantsextakkord
    • Nebendreiklänge in der Mollkadenz
    • Zwischendominanten
    • Akkordsymbolschrift
  • Klavier

    Das Klavier gilt traditionell als das Universalinstrument. So gehört das Erlernen des Klavierspiels zur Grundlage einer fundierte Musikausbildung.

    Alle Schüler der vertieft musischen Ausbildung erhalten ab Klasse 9 Klavierunterricht als Pflichtfach. Der Unterricht erfolgt überwiegend im Einzelunterricht, selten auch im Gruppenunterricht.

    Erarbeitet werden die technischen Grundlagen und Literatur aller Epochen und Stilistiken, vom Barock  bis zur Moderne des 20./21. Jahrhunderts. Neben dem solistischen Spiel wird auch 4-händig musiziert, werden Begleitungen für Lieder, andere Instrumente, Ensembles und Chöre erarbeitet. Inhalte aus dem Musikgeschichts- und Musiktheorieunterricht finden ebenfalls Anwendung, bilden damit auch eine Basis für die schriftliche Abiturprüfung.

    Jährlich findet in jeder Klassenstufe ein bewertetes Vorspiel statt. Das Fach Klavier kann ganz oder teilweise als fachpraktische Prüfung Musik in das Abitur eingebracht werden.

    Auftrittserfahrungen können alle Schüler in den öffentlichen Musizierstunden, sowie bei  Chorkonzerten sammeln. Diese sind unverzichtbar für die Reflexion der eigenen künstlerischen Leistung, fördern das allgemeine Selbstbewusstsein und tragen wesentlich zur allgemeinen emotionalen Bildung bei.

    Übungsräume stehen den Schülern zur Verfügung.

    Klavierunterricht wird erteilt von:

    • Petra Hillmann
    • Simon Voigtländer
    • Ludwig Meyer
    • Jürgen Lorenz
    • Florian Kirchner
  • Musikgeschichte

    Neben den musikpraktischen Fächern belegen die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 und 10 mit vertieft musischer Ausbildung wöchentlich jeweils eine Doppelstunde im Fach Musikgeschichte. Werke vom Barock bis zur Gegenwart und deren Komponisten stehen im Mittelpunkt der analytischen Auseinandersetzung. Es geht darum, musikalische Formen und typische musikalische Mittel der jeweiligen Epoche zu erfassen. Bei der Analyse harmonischer Verläufe wenden die Schülerinnen und Schüler ihre Kenntnisse aus dem Unterricht in Musiktheorie an. Das Arbeiten mit Partituren wird im Unterricht vermittelt und stetig erweitert.

    Der Unterricht der Sekundarstufe II zielt auf die gründliche Vorbereitung aller Schüler der vertieften musischen Ausbildung auf das Zentralabitur in diesem Fach. In Klassenstufe 11 geht es darum, die Analysekompetenzen zu vervollkommnen. Angefangen in 11/1 mit der Gregorianik über die Musik des Mittelalters und der Renaissance erhalten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die Vielfalt unserer abendländischen Musik. Sie werden befähigt, in Gruppenarbeit Präsentationen eines typischen Spielmannsliedes zu erarbeiten, das anschließend in mittelalterlicher Kleidung mit allerlei Witz und Spaß am Musizieren im Kurs vorgestellt wird. Madrigale und Motetten werden analysiert, bei denen besonderes das Wort-Ton-Verhältnis zu berücksichtigen ist. Eindrucksvoll ist auch immer der Besuch der Ratsschulbibliothek in Zwickau, dort lassen wir uns alte Notenhandschriften, frühe Notendrucke und Stimmbücher zeigen und erhalten detaillierte Kenntnisse zur damaligen Notation.

    In 11/2 befassen wir uns mit größeren musikalischen Formen des 18.-20. Jahrhunderts. Unglaublich kreativ und musikalisch geschickt komponieren die Schülerinnen und Schüler in diesem Kurshalbjahr ein eigenes Werk, das stilistische Merkmale des Expressionismus auf-zuweisen hat. Besonders gelungene Arbeiten werden häufig in den Musizierstunden ein zweites Mal präsentiert.

    In Klassenstufe 12 gilt unser besonderes Augenmerk der Vorbereitung auf die beiden zentral vorgegebenen Pflichtthemen für das schriftliche Abitur. Darüber hinaus schulen wir die Kompetenzen des Hörens von Musik, denn anschließend gilt es, aufgrund der musikalischen Merkmale die musikalische Form des Gehörten zu erkennen und es in die jeweilige musikgeschichtliche Epoche einzuordnen.

    Viele Schülerinnen und Schüler besuchen regelmäßig die Sinfoniekonzerte, in denen sie teilweise selbst auch mit dem Orchester zusammen spielen dürfen. Dieses deutschlandweit einmalige Projekt – PhilKon – für junge Nachwuchsmusiker wurde in Zusammenarbeit des Robert-Schumann-Konservatoriums mit dem Philharmonischen Orchester Zwickau/Plauen geschaffen. Natürlich gehen wir auch in Theatervorstellungen, das Robert-Schumann-Haus und die dort stattfindenden Kammerkonzerte.