• Beratungsprogramme
  • Soziale Verantwortung lernen- das Unterrichtsmodul „KuS“

 

 

Beratungsprogramme

Am CWG arbeiten zwei ausgebildete Beratungslehrer, die die Schüler auf ihrem Bildungsweg qualifiziert begleiten. Ihr Aufgabengebiet umfasst dabei verschiedene Bereiche. Bereich I beinhaltet die Schullaufbahnberatung. Dazu gehört bereits in den Grundschulen das Vorstellen der gymnasialen Schullandschaft sowie der Schwerpunkte beim Übergang zum Gymnasium, der Durchlässigkeit des sächsischen Schulsystems und das Aufzeigen der verschiedenen Bildungswege zum Abitur. Während der gymnasialen Verweildauer sehen die Beratungslehrer ihre Tätigkeit konzentriert in der Beratung von Lern- oder Verhaltensstörungen, der Durchführung von Schullaufbahntests und deren Auswertung sowie im Lerntypentest und Lerntypentraining. Dabei arbeiten die Beratungslehrer eng mit der Berufsberatung zusammen.

Im Bereich II stehen Gesundheitsförderung und Suchtprävention im Focus der Tätigkeit, während Bereich III den Umgang mit Aggressionen, Gewalt, Angst und Mobbing sowie entsprechende Konfliktlösungsprogramme thematisiert.                  

 

Soziale Verantwortung lernen- „Kommunikation und Sozialkompetenz“ - Unterrichtsmodule in „KuS“

KuS bedeutet: Kommunikation und Sozialkompetenz.

Der Fachbereich wurde wesentlich von Frau Dr. Renate Wustinger an der Sir- Karl-Popper-Schule in Wien, einer Schule, die in der Entwicklung von personaler Kompetenz ihren Schwerpunkt sieht, entwickelt. Dort wird es als eigenständiges Pflicht- und Maturafach „KoSo“ unterrichtet.

Eine entsprechende Zertifizierung berechtigt zur Einführung des Faches.

Für das CWG haben vier Lehrer 2010/11 in den Sommer- Winter- und Herbstferien diese Qualifikation erworben.

 

In Sachsen werden im Schuljahr 2011/12 sieben §4- Schulen diese Ausbildung anbieten, sie haben ein Netzwerk gegründet und sich auf das Kürzel „KuS“ geeinigt, das ermöglicht gemeinsam einheitlich vorzugehen, aber dennoch bestimmte Spielräume und Optionen zu erhalten (z.B. Modulcharakter, Lehrereinsatz, Anbindung).

 

KuS wird am CWG als Modul an das Fach Deutsch gegliedert, es wird in allen 5.Klassen angeboten.

Inhaltlich handelt es sich um die Ausprägung der Fähigkeit bewusster und selbstbewusster Entscheidungen.

In ganz vereinfachter Vorstellung heißt das:

Die Kinder lernen genau beobachten und ihre Beobachtungen mitteilen.

Sie erkennen dabei schnell, dass Beobachtungen sehr verschieden sein können, dass es eine Verschiedenheit in den Wahrnehmungen der Menschen gibt. Sie analysieren und vergleichen diese Beobachtungen. Sie lernen Ursachen für die Verschiedenartigkeit kennen. Sie hinterfragen,

wie und warum welche Beobachtungen gemacht werden,

welche Entscheidungen getroffen werden,

wie Gruppen entstehen,

welche Dynamik diese entwickeln,

wie Streit/Konflikte entstehen,

wie wir generell miteinander umgehen,

was wir mit unserem Verhalten für Reaktionen auslösen

welche Optionen der Einzelne hat um sich einzubringen, um Konflikte bereits in ihrer Entstehung zu erkennen, sie zu beeinflussen, zu lösen oder gar zu vermeiden, usw.

 

Oder etwas abstrakter formuliert könnte man sagen:

Es geht um Freiheitskompetenzen: das heißt, es wird erkannt und trainiert, die eigene Entscheidungs- und Handlungsfreiheit mit der daraus resultierenden Verantwortung angstfrei und verantwortungsbewusst annehmen und leben zu können.

 

Somit ist KuS keine Kurzanleitung zur Bewältigung momentaner oder akuter Konflikte im Sinne einer Mediatorenausbildung.

Es ist gewissermaßen ein „Langzeitprogramm“ zum Erkennen, Reflektieren und Ausloten kommunikativer und sozialer Verhaltensmodalitäten in ihrer Erscheinungsvielfalt, die langfristig hilft, Verhaltensweisen, kommunikative Interaktion und letztlich Entscheidungsprozesse in ihrer Motivation zu erkennen und mitzugestalten.

 

Wir beginnen dieses Fach in Klasse 5, holen die Kinder dort ab, wo sie sich entwicklungstechnisch befinden, wir holen sie gewissermaßen in die neue Klasse.

In KuS gibt es dabei kein „richtig“ oder „falsch“, kein „Versagen“ - nur ein „vielfältig“ oder „anders“, ein „Ausprobieren“ und „hinterfragen“.

Der Unterricht ist obligatorisch. Alle Übungen sind freiwillig. Es gibt keine Noten.

Das Ziel ist, über Spiele und Situationssimulationen Freude und Erkenntnisse im Kind wecken.

 

KuS bedient in besonderem Maße den Aspekt des fächerverbindenden und fachübergreifenden Unterrichts.

Dennoch unterscheidet es sich vom sonstigen Stundenkanon mit seinem inhaltlich auf einheitliche Standards ausgelegten Rahmen.

 

Zusammenfassung

Das Handeln wird bei KuS immer an konkrete Situationen angebunden, indem über Rollen- und Planspiele eine Wirklichkeitssimulation stattfindet. Die Schwerpunkte liegen dabei gleichermaßen auf der Beobachtung wie auch der Auswertung dieser Gruppenprozesse. Die Schüler gewinnen somit auf unterschiedlichen Niveaustufen Einsicht in das Zustandekommen von unterschiedlichen Wahrnehmungen, Beobachtungen und letztlich Wirklichkeitssituationen und deren Bedingungen. Für die jeweiligen Beobachtungen und Erfahrungen werden auch theoretische Erklärungsmodelle angeboten.

 

Aufmerksamkeit, Rücksicht, Verständnis, Geduld, Toleranz, Kreativität, Strategie, Spielfreude und Selbst- und Verantwortungsbewusstsein werden entwickelt und gefördert.



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